Schülerbesuch der MeySen Akademie
Was ist MeySen? Und worum geht es hier?

Im Jahr 1967 gründeten amerikanische Missionare den MeySen Kindergarten in Sendai in Japan. Im Jahre 1978 folgte ein weiterer Kindergarten im Bezirk Takamori. Heute besuchen jeweils 1.100 Kinder die beiden MeySen Kindergärten.
Kinder des MeySen Kindergarten beginnen bereits täglich mit 40 Minuten Englisch-Unterricht. Hier wird gesungen, auswendig gelernt, gespielt, einfache Sätze geübt. Zudem kommen sie mit Menschen in Kontakt, welche die englische Muttersprache sprechen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf einer sehr einfacher Unterhaltung sowie dem Verstehen von englischen Sätzen.
Nach dem Kindergarten gehen die Kinder an die staatlichen Schulen. Ab der 7. Klasse bis hin zur Universität hat jeder Schüler nur 2 bis 3 Stunden Englisch-Unterricht pro Woche, wobei auf englische Grammatik besonderen Wert gelegt wird.
Nach dem Kindergarten bietet die MeySen Akademie den Schülern Englisch-Unterricht von der 1. bis zur 6. Klasse an. Dieses Englischprogramm wird „The MeySen Friends Club“ genannt und den Schülern drei Mal in der Woche nachmittags nach dem normalen Unterricht angeboten. Die Englischstunden des „Friends Club“ beinhalten viele der Elemente, die schon im Kindergarten wichtig waren. Jedoch kommen hier noch Wanderungen, Freizeiten, Feste und Urlaubs-aktivitäten in Englisch hinzu, verbunden mit einem gewissen amerikanischen Flair.
Ein Programm für Mittel- und Oberstufenschüler, die ihr Englisch nochmals erweitern wollen, begann im Jahre 1999. Dieses Programm heißt „MeySen ESL High School“. Die Schüler besuchen dieses zweimal wöchentlich abends nach der Schule. Nur Jugendliche welche vom Kindergarten bis zum Studium MeySen besuchen, haben die Möglichkeit an einer Europareise teilzunehmen.
Mehr dazu unter www.meysen.ac.jp
Alle Schüler leben in den Vororten der Stadt Sendai (über 1 Mio. Einwohner). Sendai liegt in der Region Miyagi im nördlichen Teil von Japans Hauptinsel Honshu. Auf der Karte kann man Sendai etwa in der Mitte zwischen Tokyo und der nördlichen Spitze der Insel finden. Mit dem Schnellzug erreicht man Sendai von Tokyo aus in ca. 2 Stunden. Sendai hat ein mildes Klima und es regnet sehr viel. Die Stadt ist ein Handelzentrum für den Norden Japans und bekannt für seine zahlreichen Ausbildungsstätten.
Das englische Kollegium und die Verwaltungsangestellten der MeySen Akademie sind Christen, die den Kindern das Evangelium weitergeben. Manche Lieder und viele der Geschichten des englischen Lehrplans sind der Bibel entnommen. Alle Kinder stammen aus buddhistischen oder nicht christlichen Elternhäusern. Der Druck, dem Evangelium zu widerstehen, ist sehr groß. Obwohl manche Kinder gläubig sind, wurden wenige getauft oder besuchen den Gottesdienst. Das ist zum größten Teil in dem starken Einfluss der Eltern begründet.
Es mag schwierig sein zu begreifen, warum eine Familie mit buddhistischem Hintergrund ihre Kinder in einen christlichen Englisch-Club schickt, wo doch umgekehrt die meisten von uns wohl nie in Erwägung ziehen würden, die eigenen Kinder in einen ähnlichen buddhistischen Club zu schicken. Dafür gibt es viele Gründe: der gute Ruf der Schule und der hohe Wert den Eltern der Ausbildung beimessen. Es gibt ca. 4000 Kinder, die in den zahlreichen MeySen Programmen eingeschrieben sind. Sie würden sonst nie mit dem Evangelium in Kontakt kommen.
Bitte fühlen Sie sich frei, gerade deswegen den Jugendlichen aus der Bibel zu erzählen. Falls Sie Probleme mit der Sprache haben, können Sie die Jugendlichen nach ihrem japanisch-englischen Neuen Testament fragen und ihnen die Stellen zum Nachlesen zeigen. Für diese Jugendlichen ist es eine wunderbare Erfahrung, wenn sie bei Ihnen wohnen und sehen, wie eine christliche Familie lebt.
Das wollen wir unterstützen.
Europa-Reise und Deutschland-Besuch
Wie schon erwähnt, besuchen die meisten Schüler des ESL Programms die staatliche Schule und kommen nur zweimal in der Woche zum Englischlernen nach MeySen. Obwohl unsere Schüler in vielen Klassen amerikanische Lehrer hatten, hatten sie bis jetzt sehr wenig Kontakt mit sonstigen Menschen gehabt, deren Muttersprache Englisch ist.
Die Schüler, die Sie aufnehmen würden, sind alle Schüler der elften Klasse. Da in Japan das Schuljahr im April beginnt, sind die meisten Schüler zwischen 16 und 17 Jahre alt. In aller Regel sind die weltoffenen Jugendliche aus gutbürgerlichen Familien. Obwohl die Reise ein Wahlangebot des ESL High School Programms ist, schätzen die Eltern diese Erlebnisse und Erfahrungen als sehr hoch ein und haben schon viele Jahre Geld gespart, um die hierfür enormen hohen anfallenden Kosten abzudecken.
Die Reise beginnt an einem Wochenende in der Nähe von London. Gefolgt von einer Woche Schule zusammen mit dem Jugendlichen einer christlichen Gastfamilie.
Nach dem zweiten Wochenende geht es dann weiter, durch den Euro-Tunnel nach Frankreich. Dort werden sie einen ganzen Tag in Paris verbringen.
Im Anschluss fahren sie mit dem Zug weiter nach Deutschland, wo sie abermals 6 Tage in einer Gastfamilie im Raum Weinstadt verbringen. Danach fliegen sie wieder nach Hause.
Übrigens...
Japaner werden von klein auf dazu erzogen, sich anzupassen. Es gibt ein altes japanisches Sprichwort, welches sagt: „Auf den Nagel, der hervorsteht, wird draufgeschlagen“. Hier liegt eine sehr starke Kraft in der japanischen Gesellschaft.
Während die zuvorkommenden japanischen Jugendlichen bei Ihnen wohnen, werden Sie feststellen, dass die sie eher ruhig bleiben, als mit aller Kraft versuchen zu kommunizieren. Das kommt vielfach davon, dass sie mit der europäischen Kultur nicht vertraut sind. Selbst das Englisch, das sie können, probieren sie oft nicht aus, weil sie fürchten, etwas falsch zu machen. Während wir Deutschen doch sehr deutlich sagen, wenn uns etwas nicht passt, ist dies in der japanischen Kultur absolut unangemessen.
Ankunft in Deutschland
Tag 1
Die Ankunft ist am Hauptbahnhof in Stuttgart. Hier werden die Jugendlichen von den deutschen Mitarbeitern abgeholt. Dann geht es weiter nach Esslingen, wo es eine Stadtbesichtigung gibt.
Erst am Abend lernen die japanischen Jugendlichen dann ihre Gastfamilien bei der Welcome-Party kennen. Bei Würstchen, Salaten und viel Nachtisch werden die ersten Bekanntschaften gemacht.
Tag 2 bis 4
Morgens gehen die japanischen und deutschen Jugendlichen zusammen in die Schule und besuchen den Unterricht. Hier erleben sie, dass Englisch für alle nicht die Muttersprache ist und Deutsche wie Japaner Schwierigkeiten in der Kommunikation haben. Dies wird in aller Regel aber nicht als Problem erkannt, sondern als eine Herausforderung, die sich jeder gerne stellt.
Nach dem meist schwäbischen Mittagessen, gibt es dann einen Besuch beim Bürgermeister, dem Weinstädter Stadtfest, dem Daimlermuseum, den ersten Döner, einen Trip nach Stuttgart oder was leider nicht immer klappt, einen Nachmittag im Weinberg, um bei der Traubenlese zu helfen.
Tag 5
Am Samstag gibt es immer einen großen Ausflug mit dem Bus. Alle Gastfamilien mit Ihren Jugendlichen kommen mit. Ziele wie Tübingen, Rottenburg, Lichtenstein, Hohenzollern, Ulm, Würzburg oder Neuschwanstein stehen auf dem Programm.
Tag 6
Die Woche geht schon fast zu Ende und so gehört der Sonntag den Gastfamilien. In aller Regel besuchen wir morgens einen Gottesdienst. Nach dem Mittagessen in den Familien besucht der Koordinator aus Japan alle Gastfamilien. Und dann geht es an das Koffer packen.
Tag 7
Morgens gegen 8:00 Uhr treffen sich alle an der S-Bahn in Endersbach. Tränen fliesen und der Abschied fällt schwer – und es geht über Frankfurt zurück in die Heimat nach Japan.

Erfahrungen und Einblick
Mitmachen
Machen Sie mit – als Gastgeber-Familie! Es wird mit Sicherheit eine tolle Woche werden, in der Sie viele Erfahrungen mit einer anderen Kultur machen werden.
Der nächste Besuch der Japaner findet statt vom 13. bis 19. Oktober 2026. Es kommen 11 Mädchen und 5 Jungs.
Die Voraussetzungen, um Gastfamilie zu werden, sind:
- Ihr jugendliches Kind sollte zwischen 14 und 18 Jahre als sein.
- Sie sollten im Umkreis von maximal 15 km um Weinstadt aus wohnen.
- Sie sollten bereit sein, sich eine Woche lang auf eine andere Kultur einzulassen.
- Sie sollten Ihren japanischen Gast mit in die Schule nehmen.
Ein paar häufig gestellte Fragen:
- Benötigen die japanischen Jugendlichen ein eigenes Zimmer?
- Nein, Japaner sind beengte Verhältnisse gewohnt und haben kein Problem sich in die Familie zu integrieren.
- Ist es schlimm, wenn mein Englisch nicht so gut ist?
- Nein, das macht nichts, da das Englisch der japanischen Jugendlichen meist auch nicht so gut ist. Darum sind sie ja hier in Deutschland.
Bei weiteren Fragen oder benötigten Infos wenden Sie sich bitte an Hansjörg Egeler via japan@die-egelers.de




























